News Juni

Risiko für Wohnungseinbrüche stark vom Wohnort abhängig

Erfreuliche Nachricht in Sachen öffentlicher Sicherheit: Insgesamt ging die Zahl der versicherten
Wohnungseinbrüche 2017 gegenüber dem Vorjahr deutlich zurück, laut Versichererverband GDV im
Mittel um 15 Prozent. Damit waren rund 120.000 Fälle zu verzeichnen. Die Schadensaufwendungen
lagen sogar um rund 23 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Wie hoch das Risiko ist, hängt allerdings stark vom Wohnort ab. Besonders sicher wohnt man in
Bayern, wo circa ein Einbruch pro 1.000 Haushalte verzeichnet wurde (minus 19 Prozent gegenüber
Vorjahr). In Bremen betrug die Quote dagegen 7,3 zu 1.000, obwohl auch dort die Gesamtzahl um
über 15 Prozent zurückging. Hotspots sind ebenfalls die beiden weiteren Stadtstaaten: In Hamburg
wurden 5,9 und in Berlin 4,4 versicherte Einbrüche pro 1.000 Haushalte gezählt. Gleichauf mit der
Hauptstadt liegt Nordrhein-Westfalen mit 4,5. Neben Bayern lebt es sich auch in Thüringen (1,3),
Mecklenburg-Vorpommern (1,4), Baden-Württemberg (1,6) und Sachsen (1,9) in dieser Hinsicht am
unbesorgtesten.

Dieses statistische Risiko spielt auch bei der Prämienkalkulation von Hausratversicherungen eine
Rolle – da unter anderem Schäden durch Einbruchdiebstahl mitversichert sind, zahlt man an
risikoarmen Orten geringere Beiträge.

Rentenpläne der Großen Koalition unrealistisch

Im Koalitionsvertrag hat die GroKo eine „doppelte Haltelinie“ für die gesetzliche Rente vereinbart:
Das Rentenniveau soll nicht unter 48 Prozent sinken, der Beitragssatz nicht über 20 Prozent steigen.
Fachleute halten dieses Ziel – angesichts der unaufhaltsamen Überalterung der deutschen
Gesellschaft – für mindestens sehr optimistisch, wenn nicht gar utopisch.

Diese Einschätzung haben nun Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Sozialrecht und
Sozialpolitik in München mit Zahlen untermauert. Ihnen zufolge müssten im Jahr 2030 bereits 45
Milliarden Euro an Steuermitteln zugeschossen werden, wenn die „doppelte Haltelinie“ steht. 2035
wären es 80 Milliarden, 2048 schließlich 125 Milliarden Euro. „Unbezahlbar“, so das Urteil der
Experten um den Rentenforscher Axel Börsch-Supan. Die Zahlen zeigen erneut, dass die Bürger auf
private und betriebliche Vorsorge angewiesen bleiben werden, wenn sie nicht im Alter drastische
Einschnitte beim Lebensstandard hinnehmen wollen. Denn die Haltelinie wird nicht zu halten sein.

Mit 500 Euro monatlich zur Million bei Rentenbeginn

Die Zahl der Millionäre in Deutschland steigt unaufhaltsam. 2013 waren es rund eine Million, im
letzten Jahr schon 1,3 Millionen. Und das, wohlgemerkt, ohne Berücksichtigung von Sachwerten wie
Immobilien. Wer auch einmal zu diesem illustren Kreis gehören möchte, sollte vor allem früh daran
arbeiten. Denn dann muss man gar kein Großverdiener sein, um zum Renteneintritt die magische
Summe auf dem Konto haben zu können. Der Zinseszinseffekt sorgt für exponentielles Wachstum
des Ersparten.

Wer beispielsweise mit 20 Jahren anfängt zu sparen und das Geld in Aktien anlegt, kann die Million
bis zum Rentenalter bereits mit einer monatlichen Sparrate von 514 Euro erreichen. Notwendig ist
dazu eine durchschnittliche jährliche Rendite von 6 Prozent. So viel gibt es natürlich nicht ohne
Anlagerisiko. Doch das ist bei soliden, breit gestreuten Investments überschaubar, wie die Geschichte
zeigt. Der DAX beispielsweise kommt im Mittel auf deutlich mehr als 6 Prozent Wachstum pro Jahr
und verzeichnet allenfalls mal Dellen, die nach einiger Zeit wieder wettgemacht sind. Steigt man mit
30 Jahren ins „Sparen für die Million“ ein, wird das Vorhaben schon anspruchsvoller: Dann sind bei 6-
prozentigem Wertzuwachs p. a. monatlich 878 Euro einzuzahlen. 1.588 Euro beträgt der monatliche
Sparbetrag, wenn man mit 40 Jahren anfängt und 27 Jahre später Millionär sein möchte.

Zahl der Krankenrücktransporte gestiegen

Das deutsche Gesundheitssystem mag seine Schwächen haben, gehört aber dennoch zu den besten
der Welt. Das wird den Patienten vor allem dann bewusst, wenn sie in einem anderen Land schwer
erkranken oder einen Unfall erleiden. In einem solchen Fall kann es über Wohl und Wehe
entscheiden, schnell in den Genuss der deutschen Versorgungsstandards zu kommen.
12.900 Mal hat der ADAC im vergangenen Jahr Krankenrücktransporte in die Heimat organisiert.
Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das ein Plus von 6 Prozent. Der größte Teil dieses Anstiegs dürfte
auf die stetig wachsende Auslandsreisetätigkeit der Deutschen zurückgehen. Allerdings: Nicht alle,
die wollen, können auch. Ein Krankenrücktransport ist äußerst kostspielig und wird im Regelfall nicht
von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Wer nicht Zehntausende Euro aus eigener Tasche
zahlen kann, muss also mit der medizinischen Versorgung im Reiseland vorliebnehmen. Ein
fachgerechter Rücktransport von den Kanarischen Inseln kann bis zu 45.000 Euro kosten, aus Fernost
werden schon mal weit über 100.000 Euro fällig. Wer im Falle des Falles lieber im Heimatland
medizinisch versorgt werden will, sollte rechtzeitig eine entsprechende Krankenzusatzversicherung
abschließen.

Deutsche Lebensversicherer verzeichnen höhere Finanzstabilität

Die finanzielle Ausstattung der deutschen Lebensversicherer hat einen Sprung nach oben
verzeichnet. Ablesen lässt sich dies an der sogenannten Solvenz- oder Bedeckungsquote. Sie ist
gemäß dem europäischen Regelwerk Solvency II eine zentrale Kennziffer für die Stabilität und
„Sturmfestigkeit“ der Anbieter. An ihrer Aussagekraft und Vergleichbarkeit werden von Experten
zwar starke Zweifel geäußert. Dennoch lässt sie zumindest Trends erkennen.

Und der Trend ist in diesem Fall deutlich: Im vierten Quartal stand laut Versichererverband GDV im
Schnitt eine Solvenzquote von 383 Prozent zu Buche; ein Jahr zuvor waren es 344 Prozent. Anders als
die Lebensversicherer traten die Schadens- und Unfallversicherer in puncto Bedeckungsquote auf der
Stelle: Bei ihnen stieg die Kennziffer von 286 auf 287 Prozent.

Insgesamt weist die deutsche Assekuranz im europäischen Vergleich eine deutlich
überdurchschnittliche Bedeckungsquote aus. Während das Mittel bei 229 Prozent liegt, kommen die
deutschen Versicherer spartenübergreifend auf 331 Prozent.

Große Verwirrung bei Fonds-Informationen

Seit Jahresanfang müssen Privatinvestoren mit neuen Informationsblättern über sogenannte
verpackte Anlageprodukte wie Fondspolicen aufgeklärt werden. Chancen, Risiken und Kosten sollen
dann schnell und einfach zu erfassen sein. So sind unter anderem für jeden enthaltenen Fonds vier
Entwicklungsszenarien anzugeben. An ihnen sollen Anleger unter anderem ablesen können, wie es
besten- und schlimmstenfalls laufen könnte.

Die Praxis zeigt, dass dabei nicht nur teils kuriose und widersprüchliche Zahlen genannt werden.
Beispielsweise ein Ablaufwert zwischen 91 und 2,5 Millionen Euro für eine Einmalanlage von 10.000
Euro. Ein anderer Fonds soll bei der gleichen Anlagesumme zwischen 51 Cent (Stressszenario) und
51,50 Euro (optimistisches Szenario) einbringen. Ein weiterer im besten Szenario 12.486 Euro nach
einem Jahr und 6.195 Euro nach 40 Jahren Haltedauer. Hinzu kommt, dass sich so manche Prognosen
je nach Vertriebsweg deutlich unterscheiden. Für ein und denselben Fonds kann man so völlig
verschiedene Informationen erhalten. Da die Kalkulationen sehr komplex sind und nicht
veröffentlicht werden, ist es für Kunden und Berater nicht nachvollziehbar, wie die Zahlen zustande
kommen.

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